Kalender 2022


Begleiten Sie uns durch das Jahr – mit unserem Kalender 2022.

Unser Leben braucht Strukturen und erfreut sich an Ritualen. Zu den schönen Gepflogenheiten unserer Agentur exakt gehört seit Jahren unser Tischkalender – analog und hier digital. 2022 zum Thema „Freiheit, die wir lieben“. Beeinflusst durch die Einschränkungen von Corona machen wir uns Gedanken – und geben jeden Monat neue Impulse. 2022 ist für uns ein besonderes Jahr: Wir feiern 25 Jahre exakt. Auf jedem Titelbild prangt ein anderes Jubiläumslogo. Lassen Sie sich überraschen. Auch von unseren Aktivitäten.

Ohne Überraschung: Unser Kalender 2022 besteht wieder aus 100 % Recyclingpapier (ausgezeichnet mit dem Europäischen Umweltzeichen Euroblume). Die Herstellung des Papiers spart bis zu 70 % Wasser und 60 % Energie gegenüber Frischfaserpapier. Motive und Schrift wurden mit veganen Farben auf Pflanzenölbasis gedruckt. Selbstverständlich beraten wir unsere Kunden in der Produktion bei allen Materialien und Verwendungen bei wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten. Unser Holzständer für die nicht-analoge Form wurde von der Lebenshilfe Bruchsal gefertigt.

Falls Sie auch einen gedruckten Kalender haben möchten, schicken Sie uns bitte eine Mail. Wir senden Ihnen einen Kalender, solange der Vorrat reicht.

Tischkalender 2022 - Agentur exakt

Januar 2022: Wahlfreiheit

Ich sitze in Deutschland – da lässt es sich leicht über Wahlfreiheit schreiben! Das ist der Punkt beim Thema Freiheit: Aus welcher Perspektive oder aus welcher möglichen Bedrohung nehme ich Freiheit wahr? Wir haben leicht reden, da diese im Grundgesetz gewährleistet ist. „Allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim“, gelten als Grundsätze demokratischer Wahlen.

Aber Wahlfreiheit bezieht sich nicht nur auf politische Prozesse. Wer heutzutage „keine Wahlfreiheit“ googelt, landet zuerst bei „Keine Wahlfreiheit bei Impfstoffen“. Auch ein Begleitumstand bei Freiheit: Jeder nimmt sie anders wahr. Trotz der Grundlage von Grundgesetz und Grundsätzen sowie der Möglichkeit der rechtlichen Prüfung. Wir haben die freie Wahl, selbst an unbelegten Unsinn zu glauben. Was wiederum ein gutes Zeichen für unsere Freiheit ist – wenn auch nicht unbedingt für unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben.

Das gehört ebenso zum Thema Freiheit: der verantwortungsvolle Umgang damit. Ich habe keine Wahl, ohne Führerschein zu fahren oder Rote Ampeln zu ignorieren. Die grenzenlose Freiheit hört da auf, wo andere gefährdet sein könnten. Doch reden wir über das Positive: Ich freue mich über die vielen Möglichkeiten der Wahlfreiheit in Deutschland!

Mit freiheitsliebenden Grüßen
Ihre Ute Kretschmer-Risché

Februar 2022: Reisefreiheit

Gäbe es ein Ranking, welche Freiheit uns am wichtigsten ist – welche würden Sie wählen? Vielleicht ist der Ausgangspunkt entscheidend. Was hatte ich, was wurde mir genommen, was will ich wieder haben? Oder anders herum: Wonach sehne ich mich? Was hätte ich gerne? Menschen innerhalb von unüberwindbaren Mauern, Grenzen und Beschränkungen mögen besonders vom Reisen träumen. Dem ungehinderten Wegfahren, Fliegen, einfach Auf und Davon.

Wer in unsere Demokratie wie unsere nach 1990 geboren wurde, kann sich schwerlich das Leben in der DDR, in Nordkorea oder in anderen totalitären Staaten vorstellen. Generation Z oder Generation Alpha wachsen in einem grenzenlosen Europa auf. Von einem Land zum anderen, ohne Passkontrolle, ohne Grenzbaum, ohne Stoppen zwischen Staatsgebieten. Wir sind nicht nur Deutsche, wir sind Europäer*innen. Mit dem Reise-Gen auf in die Berge oder ans Meer, in die Natur oder zum Städte- und Kulturtripp. Mal eben spontan sein. „Sind meine Papiere noch gültig?“ „Brauche ich eine bestimmte Impfung?“ Fragen vor Corona, ohne Hintergedanken an Pandemie, Inzidenzen, Tests oder Quarantäne.

Reisefreiheit – ich will dich zurück. Covid-19 hat uns ausgebremst. Vielleicht auch nur als Vorbote für den Klimawandel, der uns inne halten lässt. Wenn wir aus der Pandemie herauskommen, haben wir zumindest noch die Freiheit der Wahl: Wohin reise ich? Mit welchem Transportmittel? Wer weiß, wie lange wir uns das noch fragen und erlauben können. Dann ohne Corona, mit Beschränkungen ohne Aussicht.

Welchen Trip planen Sie als nächstes? Sehen wir uns nah oder ganz fern?
Ihre Ute Kretschmer-Risché

März 2022: Meinungsfreiheit

Nie war sie so wertvoll wie heute. Dieser abgewandelte Werbespruch trifft in diesen Zeiten besonders gut auf die Meinungsfreiheit zu. Vielleicht ist es weniger eine Frage von WANN, sondern mehr von WO? Voller Trauer, Sorge, Entsetzen schauen wir gerade jetzt in die Ukraine. Das Zerschlagen von Medien- und Meinungsfreiheit ist in Russland der große Wegbereiter für den Krieg. Ohne Informationsfreiheit gehen Menschen Rattenfängern auf den Leim und verhindert kritische Stimmen.

Freiheit geht jedoch immer auch einher mit Grenzen und Schranken. Eine Meinungsäußerung darf verboten werden, wenn Menschen oder die Gesellschaft Schaden nehmen könn(t)en. Bei Beleidigungen, Ehrabschneidungen, Hasstiraden, Volksverhetzung, Antisemitismus. Doch wo beginnt die Grenze und wo endet sie? In Deutschland können zur Klärung Gerichte herangezogen werden. Womit deutlich wird: Meinungsfreiheit braucht Rechtsstaat, Rechtsstaat braucht Meinungsfreiheit. Die Aussage ist änderbar: Demokratie braucht Meinungsfreiheit – und umgekehrt.

In diesen Tagen könnte uns der Wert von Meinungsfreiheit besonders deutlich werden. Verbunden mit Dankbarkeit, Respekt und dem großen Vorsatz, dieses besondere Menschenrecht zu schützen. Seien wir wachsam. Seien wir wehrhaft. Seien wir bedachtsam im Umgang mit diesem hohen Gut unserer freien Gesellschaft. Das ist meine Meinung. Ich habe die Freiheit, diese zu formulieren.

Mit freiheitsliebenden Grüßen – in vielerlei Hinsicht
Ihre Ute Kretschmer-Risché

 

April 2022: Religionsfreiheit

Freiheit ist ein hohes Gut – gerade bei der Religionsausübung. Wir können in einer Demokratie frei entscheiden, woran wir glauben – oder auch nicht. Freiheit misst sich auch immer daran, dass wir uns verweigern dürfen. Der freie Zugang zu Religion ist genauso wichtig wie die Freiheit zu sagen: Gott existiert nicht. Ein gutes Beispiel dafür, dass die eigene Ansicht zu Religion und diese zu praktizieren oder zu verkünden, bei uns straffrei ist.

Hier erfolgt kein historischer Abriss, wer wann wem was wo erlaubt oder verboten hat. Da ist die Weltgeschichte voller Irrungen und Wirrungen, aber vor allem voller Leid. Blutige Kriege, Feldzüge, Genozide und Missionierungen zeugen von Intoleranz und Besessenheit durch Nicht- und Andersgläubige. Bis hin zu den Hexenverbrennungen mit vorgeschobenen Indizien, um eine persönliche (weibliche) Freiheit brutal zu unterbinden. Freiheit muss wohl immer hart erkämpft und verteidigt werden. Religionsgeschichte ist eine Abhandlung mit zahllosen Opfern.

Wie immer hat Freiheit durchaus auch Grenzen. Bei allem was das Maß übersteigt, wenn Menschen gefährdet, geschädigt oder natürlich getötet werden. Wenn der Glaube in Fanatismus ausartet. In unserer freien Gesellschaft diskutieren wir, wo fängt die Freiheit an, wann dürfen wir eingreifen, was kann unser Staat verbieten oder auch wie weit geht unsere Toleranz So hat die UNESCO eine „Erklärung von Prinzipien der Toleranz“ veröffentlicht. Begriffe und Werte, die zusammengehören: Freiheit. Toleranz. Respekt.

Ihre nachdenkliche
Ute Kretschmer-Risché

Mai 2022: Pressefreiheit

Was ist die Basis für Demokratie? Ich erweitere die Frage: Was ist die Basis für Demokratie und persönliches Wohlbefinden? Innerhalb des Rankings der Freiheitsbegriffe steht bei mir ganz oben an: die Pressefreiheit. Treffend als vierte Säule der Demokratie benannt.

Schauen wir auf Russland und den Krieg gegen die Ukraine. Ohne Pressefreiheit keine Kontrolle, keine öffentliche Diskussion, kein breites Aufbegehren eines informierten Volkes. Pressefreiheit ist die Schwester der Meinungsfreiheit. Ohne vielfältige Medienangebote werden Türen für Fake news und Propaganda, für Manipulation und Despotismus geöffnet.

Mein Plädoyer für mehr Medienunterricht an Schulen. Wer jungen Menschen nicht den Wert von Medienvielfalt, Qualitätsjournalismus, Pressefreiheit und Quellenverständnis vermittelt, ebnet den Weg in eine obenflächliche und leicht lenkbare Gesellschaft. Das ist der Anfang für eine wankende Demokratie.

Seien wir wachsam!
Ihre Ute Kretschmer-Risché (Journalistin)

Juni 2022: Freiheitsrechte

Das ist fatal: Ich denke beim Begriff Freiheitsrechte sofort an Querdenker. Fatal deshalb, weil ich das Thema keineswegs negativ besetzen möchte. Im Gegenteil. Und besonders nicht aus deutscher Sicht! Bei unseren Kalendermonaten haben wir schon mehrmals betont, wie alle Freiheitsrechte zusammenhängen und aufeinander aufbauen. Es ist müßig zu diskutieren, welches Recht für unsere gesellschaftliche und persönliche Freiheit am wichtigsten ist. Vielleicht bekommt die jeweilige Freiheit und das dazu gehörige Thema immer den größten Stellenwert, wenn es besonders angegriffen wird und in Gefahr ist!

Wie ein Mensch Freiheisrechte definiert und für sich empfindet, ist subjektiv und ganz persönlich erfahrbar. Wir bei exakt sind keine Juristen, auch keine Philosophen. So dass die Sicht auf unsere Kalenderthemen nicht akademisch formuliert  wird. Als Kommunikationsagentur schauen wir oft (verzeihen Sie!) „dem Volk aufs Maul“. Wir möchten gewichtige Themen, Tendenzen, Strömungen, Meinungen aufgreifen. Was natürlich nicht heißt, dass wir populistisch argumentieren. Oder brutaler gesagt: nicht auf Stammtischniveau. Nichts gegen Stammtische, mehr als Symbolbild für einseitige Ansagen und Geschwätz.

Womit wir beim nächsten Punkt wären: Wie bringen wir komplexe Themen verständlich transportiert? Freiheit braucht gute Kommunikation, braucht Einsatz, braucht Begeisterung. Neben den sachlichen Argumenten auch ganz viel positive Emotion. Kurzum: Wir lieben unsere Freiheit und die Freiheitsrechte – weil wir sie leben, in Anspruch nehmen und für sie eintreten. Darüber reden und schreiben wir gerne.

 

Juli 2022: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Der Wahlspruch der heutigen Französischen Republik (und von Haiti) hat historische Wurzeln in der Französischen Revolution. Für uns zeigt die Parole ganz besonders: Freiheit findet sich nicht im luftleeren Raum. Freiheit hat Geschwister. Werte aus vielen Bereichen. Früher normal ist der dritte Begriff in männlicher Form. Heute oft ersetzt oder ergänzt durch „Schwesterlichkeit“. Oder „Humanität“ (na ja, wer sich darauf alles beruft) oder auch durch „Solidarität“.

In Kriegszeiten gewinnt der Begriff der Freiheit besondere Bedeutung. Geht Frieden ohne Freiheit? Freiheit ohne Frieden? Ein ganz klares Nein. Aber Vorsicht: Ist das eine westliche Sicht? Oder viel mehr eine demokratische? Wer einmal vom Honigtopf der Freiheit gekostet hat, will sie nicht mehr missen. Gespräche z.B. mit Frauen aus Afghanistan unterstreichen das: „Hier in Deutschland haben wir Luft zum Leben.“ Da passt es umso mehr: „Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit.“

Menschen blühen in Freiheit auf. Die Entfaltung von Geist und Seele. Und das Wissen: Wir sind wertvoll – auch eine Frage von Gleichheit. Denn Freiheit bedeutet ebenso: Gleichberechtigung. Eines sollten wir der Freiheit auch zuschreiben: Freiheit ist besonders gut, wenn wir sie zu schätzen wissen! Das sollten wir in Freiheit nie vergessen.

August 2022: Versammlungsfreiheit

Von Monat zu Monat wird mir beim Thema Freiheit immer deutlicher: Das Thema ist fragil. Nicht nur auf politischer und gesetzlicher Ebene, sondern auch in Punkto „Unvorhergesehene Ereignisse“. Stichwort Corona, aber auch Wetterunbilden. Die Freiheit der Versammlung braucht natürlich Rahmenbedingungen durch unsere Verfassung. Doch keine Freiheit ohne (mögliche) Einschränkungen.

Was nützt mir das Recht auf Versammlung, wenn ich durch das Treffen andere gefährde. In Pandemie-Zeiten durch Superspreader. Massen übertragen Infektionen. Das betrifft nicht nur Krankheiten. Wenn ich nur an die vielen Querdenker-Demos denke. Sie hatten das Recht der Versammlungsfreiheit auf ihrer Seite. Aber nicht auf der Ebene von Verantwortung und Weitsicht. Die Teilnehmenden verbreiteten den Virus des Nichtverstehenwollens.

Merke: Freiheit ist mehr als das Pochen auf seine Rechte. So wie Rechte immer auch mit Pflichten verbunden sind. Wenn das Einzelinteresse zurücktreten muss gegenüber dem Gemeinwohl. Ein treffliches Thema zum Austausch. Vielleicht bei einer Versammlung?

Mit freiheitsliebenden Grüßen
Ihre Ute Kretschmer-Risché

September 2022: Kunstfreiheit

Kunstfreiheit – da sind wir mitten in der aktuellen Auseinandersetzung um die documenta fifteen in Kassel. Das großflächige Bild „People‘s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi befeuert die Diskussion: Was darf Kunst? Wo endet die Freiheit? Der Vorwurf: Das Bild zeigt antisemitische Propaganda. Zuerst wird es verhüllt, schließlich komplett abgehängt. Der Skandal politisiert. Und wieder reden wir bei Freiheit von den Grenzen des Möglichen und Erlaubten.

Kunst darf provozieren. Aber auch beleidigen? Ins Diskriminierende verfälschen? Stereotypen bedienen, die unerträglich sind? Das ist der Sommer der Empörungen. Über das Lied Layla oder die Bücher und Filme von Winnetou. Kunst hat viele Facetten und Formen. Natürlich mit ganz unterschiedlichen Interpretationen, Signalen und Auswirkungen. Die Ballermänner begröhlen eine Dirne, die Feuilletonisten diskutieren Geschichtsklitterung. Die Hintergründe sind ernst: hier Sexismus, da Antisemitisms. Aber nicht alles muss man ernst nehmen, nicht alles muss ins Scheinwerferlicht gezogen werden. Verschließen wir die Ohren vor Laila, verschließen wir nicht die Augen vor „People‘s Justice“.

Freiheit braucht Verantwortung. Wann beginnt und endet sie? Durch wen? Durch den Kunstschaffenden, den Betrachtenden, den Kuratierenden, den Kritisierenden? Immer eine Frage der Sichtweise. Verantwortung beinhaltet die Vorausschau auf mögliche Auswirkungen. Doch die Kunstfreiheit muss ohne Schere im Kopf auskommen. Zumindest das zeigt dieser Sommer der Kunstskandale: Wir sind in Deutschland frei zu diskutieren und zu handeln. Und manches ist nun wirklich keine Kunst.

Oktober 2022: Individuelle Freiheit

Heute gibt es einen besonderen Beitrag zur individuellen Freiheit! 
Ich nehme mir frei und schreibe nichts. Verzeihen Sie den Scherz, der ganz viel Ernsthaftigkeit enthält. Aber auch Ausdruck meiner individuellen Freiheit ist. Ich habe keine Lust, also tue ich nichts. Angetrieben wäre ich, wenn ich hier eine (bezahlte) Leistung erbringen müsste. Dann würde meine persönliche, ganz individuelle Freiheit gegenüber Disziplin und Verantwortung zurücktreten. Erwarten Sie für diesen Monat einen Beitrag?

Klar, dann schreibe ich, weil ich Sie nicht enttäuschen möchte. Die Freiheit liegt im Auge des Betrachters. Freiheit kann ganz egoistisch sein. Ich tue was nur für mich. Ok, das meinen Philosophen und Rechtswissenschaftler grundsätzlich nicht, wenn sie Freiheit definieren. Aber jeder von uns sollte Freiheit für sich und andere erklären (können). Darüber nachdenken (nicht für selbstverständlich erachten), darüber reden und vor allem Kindern beschreiben und Menschen, die in ihren Heimat-Systemen keine individuelle Freiheit erlebt haben.

Wenn Freiheit nicht nur mit sich selbst, sondern mit anderen zu tun hat, dann ist die individuelle Freiheit die Basis für die soziale Gemeinschaft. Das derzeit viel zitierte „You’ll never walk alone“ ermöglicht individuelle und kollektive Freiheit. Schauen wir mal, wie sich das gerade in dieser Zeit entwickelt. Und was tun Sie ganz persönlich, ja individuell dafür, dass Sie und auch andere Freiheit erleben?

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Ihre Agentur exakt

 

November 2022: Der Preis der Freiheit

Die Frage muss wohl lauten: Was ist uns unsere Freiheit wert? Die Antwort können wir intensiv aus den vergangenen Jahren ablesen: Wir müssen aushalten, wenn Menschen anderer Meinung sind, selbst wenn diese gegen Wissenschaft, Fakten und Wahrscheinlichkeiten sprechen. „Wenn ich König von Deutschland wär'“, um nach Rio Reiser zu singen, hätten wir keine Demokratie und keine Meinungsvielfalt – eben keine Freiheit.

Der Preis der Freiheit kann die Macht der Minderheit sein. „Aushalten“ ist das passende Verb. Halten wir aus, dass es Shitstorms gibt, Querdenker aufrühren, Verschwörungstheorien kursieren. „Dagegen halten“ ist das passende Verb für unsere Freiheitsliebe. Wir haben die Freiheit, dagegen zu halten. Durch freie Meinungsäußerung, Demonstrationen und Posts in Social Media. Auch durch die Mittel unseres Rechtsstaats.

Wer zweifelt, schaut bitte in Länder ohne diese Freiheit. Da lohnt sich der Blick in Nachrichten von seriösen Sendern und in Tageszeitungen mit Qualitätsjournalismus. Für diese Freiheit bezahlen wir nicht mit dem Leben. Egal auf welcher Seite wir stehen. Eine begehrte Freiheit, auch eine unbequeme Freiheit. Das ist der Preis der Freiheit. Wir zahlen ihn gerne.

Freuen Sie sich auf die nächsten Monate.